Anfang des Schuljahres entstand die spontane Idee, im Rahmen des BE-Unterrichts eine Exkursion nach Venedig zu machen. Nach einigem Hin und Her wurde schließlich alles in kürzester Zeit von Frau Prof. Zwettler, Frau Prof. Grasmug und Amir Sirdjani organisiert, und so trafen wir uns am Sonntag Abend am Wiener Südbahnhof, von wo aus wir uns um 22:45 auf den Weg nach Venedig machten.

Venedig, Panorama

Nach einer mehr oder weniger schlaflosen Nacht (wir hatten keinen Liegewagen gebucht) kamen wir schließlich mit leichter Verspätung in Venedig-Mestre an und machten uns sogleich auf den Weg zum glücklicherweise nur 5 Minuten entfernten Hotel Lloyd. Dort fand dann die Zimmeraufteilung statt und wir hatten nur kurz Zeit, um unser Gepäck in den ziemlich kleinen, aber nichts desto trotz ansehnlichen Zimmern zu verstauen. Denn danach begannen die Lehrer sofort mit ihrem Programm: Wir fuhren mit der Bahn zum ca. 10 Minuten entfernten Bahnhof Santa Lucia, der direkt in Venedig liegt. Da die meisten von uns durch die lange Bahnfahrt ziemlich geschafft waren, beschlossenen wir, uns in einem Buffet mit Kaffee und einem kleinen Imbiss zu stärken.

Nun wieder einigermaßen fit, ging’s sogleich weiter, und zwar entlang des so genannten „Touristenpfades“, wo man Souvenirs in Hülle und Fülle vorfindet. Nach kurzer Zeit legten wir eine Pause bei McDonald’s ein, sehr zur Erheiterung von Frau Prof. Grasmug, denn wir Schüler hofften schon in Wien, dieses Lokal hier vorzufinden (Amir hatte schon die Standorte ausfindig gemacht) und die Lehrer konnten das nicht wirklich verstehen.

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Nachdem wir hier unser Mittagessen eingenommen hatten, setzten wir unseren Weg fort, und zwar zum Markusplatz. Dort machten wir es uns inmitten von tausenden Tauben und Touristen am Boden gemütlich und malten wahlweise die Markuskirche oder den Dogenpalast. Dabei wurden auch wir zu einer Art „Touristenattraktion“, v.a. für chinesische Besucher, die uns eifrig fotografierten und unsere Kunstwerke bestaunten.

Schließlich machten wir uns auf den Weg zum Guggenheim-Museum, wo wir Werke Moderner Kunst von u.a. Miró, Pollock, Kandinsky, Picasso („Der Dichter“, „Am Strand“), Chagall, Paul Klee, Pegeen Vail und Max Ernst, sowie auch Peggy Guggenheims Hundefriedhof begutachteten.

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Als das Museum schließlich um 6 Uhr zugesperrt wurde, machten wir uns auf einen langen Heimweg und stoppten dazwischen bei einer Pizzeria, wo wir auf Birgits Geburtstag anstießen. Nachdem dann ein Teil unserer Gruppe für kurze Zeit im Kreis gelaufen war, kamen wir schließlich alle am Bahnhof in S. Lucia an, von wo aus wir zurück nach Mestre fuhren und um halb 12 Uhr abends im Hotel ankamen.

Mehr oder weniger endlich ausgeschlafen, fuhren wir am nächsten Tag wieder nach S. Lucia. Dann stiegen wir in eine Fähre und gelangten so nach Murano, einer Insel bekannt für Glaskunst. Dort konnten wir eine kleine Vorstellung eines Glasbläsers mitverfolgen, der in kürzester Zeit aus einem Klumpen Glas ein wunderschönes Pferd herstellte.

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Danach besichtigten wir auch kurz eine Glasfabrik und sahen dort den Leuten bei ihrer Arbeit zu.

Dann ging’s auch gleich wieder in ein Restaurant zum Mittagessen und einige von uns durchstöberten in der Zwischenzeit die schönen Geschäfte, in denen unzählige Produkte aus Glas angeboten wurden.

Schließlich ließen wir uns wieder auf einer Piazza nieder, um zu malen. Frau Prof. Grasmug und Amir machten sich inzwischen auf den Weg, um teure, aber schöne und besonders hochwertige Mosaiksteine zu kaufen, mit denen wir einige Wochen später in Wien Bilderrahmen und Spiegel verzierten. Als sie zurückkehrten, machten wir uns alle auf den Rückweg nach S. Lucia, wo wir dann den Canal Grande in nächtlicher Dunkelheit entlang fuhren, was sicherlich zu den schönsten Erlebnissen zählte. Dann aßen wir noch in einer Osteria zu Abend und fuhren schließlich zurück nach Mestre, wo wir um 1 Uhr früh im Hotel ankamen.

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An unserem letzten Tag in Venedig machten wir uns wieder auf den Weg nach S. Lucia, wo wir dann wie am Vortag mit der Fähre den Canal Grande entlang fuhren und in Salute ausstiegen, um die Barockkirche Santa Maria della Salute zu besichtigen. So konnten wir einige großartige Werke Tizians und „Die Hochzeit von Kanaan“ (besser bekannt unter dem Namen „Tintoretto“) von J. Robusti bewundern.

Später setzten wir uns vor die Kirche und malten den Canal Grande und die gegenüberliegenden Gebäude. Dann fuhren wir mit der Fähre eine Station nach San Marco, gingen wieder zum Markusplatz und aßen in der gleichen Osteria wie am Vortag zu Mittag.

Schlussendlich besuchten wir noch den Palazzo Grassi, wo wir eine wirklich beeindruckende, riesengroße Dalí-Ausstellung genossen.

Venedig, Canale Grande

Abschließend konnten wir noch letzte Souvenireinkäufe erledigen, bis wir uns schließlich alle wieder vorm Bahnhof in S. Lucia trafen, um zurück zum Hotel zu fahren und unser Gepäck zu holen. Kurz darauf stiegen wir in Mestre dann in den Zug nach Wien, wo wir um 6:30 ankamen und auch (allerdings erst ab 10 Uhr) wieder in die Schule gehen durften.

Diese Reise hat uns allen wirklich sehr gut gefallen und hat unseren künstlerischen Horizont sicherlich um einiges erweitert. Ich denke, dass ich im Namen der ganzen Klasse spreche, wenn ich mich bei Frau Prof. Grasmug und Frau Prof. Zwettler ganz herzlich dafür bedanke, dass sie uns mit großem Aufwand dieses tolle Erlebnis ermöglicht haben.

Manuela Ermischer, 8B

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