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Eine Stadt. Ein Buch. |
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Der peruanische Autor Mario Vargas Llosa wurde 2010 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Sein Werk "Der Geschichtenerzähler" wurde im Herbst 2011 im Rahmen der alljährlichen Gratisbuch-Aktion "EINE STADT. EIN BUCH." verteilt.
Mario Vargas Llosa kam persönlich nach Wien und las am 19. Oktober 2011 im Gymnasium Alterlaa jenen SchülerInnen vor, die Spanisch als Zweitsprache lernen. "Der Geschichtenerzähler" beschäftigt sich mit der Kultur der Urwaldindianer und zählt zu den bedeutendsten Werken des Südamerikaners. Nach der Lesung durften Fragen gestellt werden, die Mario Vargas Llosa freundlich beantwortete und sich einer lebhaften Diskussion mit den SchülerInnen stellte...
Der 19. Oktober 2011 war für viele Spanisch-SchülerInnen kein gewöhnlicher Schultag - ganz im Gegenteil. Wie bereits zu Beginn des Schuljahres angekündigt, erwartete uns etwas ganz Besonderes: Mario Vargas Llosa, ein peruanischer Schriftsteller, der den Literaturnobelpreis für sein Werk „Der Geschichtenerzähler“ erhalten hat, besuchte unsere Schule. Als wir den Festsaal betraten, war dort schon alles für den hohen Gast hergerichtet, sogar an Reportern von Radio, Fernsehen und diversen Zeitungen mangelte es nicht. Gespannt saßen wir nun auf unseren Plätzen und warteten. Fragen wie: „Wie sieht er aus?“ oder „Werden wir ihn überhaupt verstehen?“, gingen uns durch den Kopf. Wenige Minuten später kam Mario Vargas Llosa zur Türe herein und begrüßte uns freundlich. Er machte von Anfang an einen sehr sympathischen und freundlichen Eindruck auf uns. Nach einer kurzen Lesung aus seinem Werk „Der Geschichtenerzähler“ durften wir ihm unsere persönlichen Fragen stellen, die er ausführlich und geduldig beantwortete. Er erzählte uns aus seinem Leben (u.a. was ihn inspiriert zu schreiben) und fügte hinzu, dass er sein nächstes Buch in einem Wiener Kaffeehaus schreiben möchte. Leider musste Mario Vargas Llosa nach einer Stunde unsere Schule wieder verlassen. Auf uns SchülerInnen wartete noch ein Buch des Nobelpreisträgers und ein Buffet mit vielen kleinen Köstlichkeiten. Während sich ein Großteil der SchülerInnen über das Buffet hermachte, lauerte der ORF schon in den Startlöchern, um ein paar Interviews zu ergattern. Auch ich wurde vom ORF überrascht und zu einem Interview gebeten. Als ich schließlich abends gespannt vor dem Fernseher saß, traute ich meinen Augen nicht. Der Beitrag über unsere Schule wurde nicht, wie ich mir erwartet hatte, in Wien Heute ausgestrahlt, sondern gleich in der Zeit im Bild. Auf jeden Fall war dieser Tag ein tolles Erlebnis, das ich nicht so schnell vergessen werde. Sarah Staber, 7d
Mario Vargas Llosa war zu Besuch im Gymnasium Alterlaa in Wien. Der peruanische Autor und Star der diesjährigen Aktion "Eine Stadt, ein Buch" plauderte eine Stunde lang mit den Schülern – auf Spanisch. Wien. Nein, es ist kein Schauspieler, kein Sänger und auch kein Sportler, auf den Kevin im Festsaal des Gymnasiums Alterlaa in Wien gespannt wartet. Es ist Mario Vargas Llosa, Literaturnobelpreisträger des Jahres 2010 und Star der diesjährigen Wiener Gratisbuch-Aktion, der hier vor knapp hundert Schülern lesen und eine Stunde lang mit ihnen plaudern wird. Der 18-jährige Kevin, literaturbegeistert und offenbar firm in Spanisch, hat sich eines fest vorgenommen: dem peruanischen Autor eine Frage zu stellen. Und, wenn er schon die Gelegenheit hat, einem Nobelpreisträger persönlich zu begegnen: ihm die Hand zu schütteln.
Wie kommt eine ganz normale Schule zu derart hohem Besuch? Gute Medienarbeit, sagt Direktor Dieter Braunstein. Und gute Beziehungen: zu dem roten Gemeinderat Christian Deutsch nämlich, der die Buchaktion mitbetreut, in deren Rahmen heuer 100.000 Exemplare von Vargas Llosas Roman „Der Geschichtenerzähler“ verteilt werden. Gut gelaunt scheint der 75-Jährige, als er mit sonorer Stimme eine Passage aus dem Buch vorträgt („Unglaublich sympathisch, und überhaupt nicht abgehoben“, wird Kevin später sagen). Und noch mehr, als er sich danach den Fragen der Schüler stellt, die seit drei Jahren Spanisch lernen. „Wer traut sich?“, fragt der Autor. Kevin traut sich. „Senor Vargas Llosa“, beginnt er. „Was ist Ihre wichtigste Inspirationsquelle?“ Und der Schriftsteller erzählt, als hätte er diese und die folgenden Fragen nie zuvor beantwortet. Von der Begegnung mit einem US-amerikanischen Forscherpaar, das ihm von einem Geschichtenerzähler im peruanischen Dschungel berichtete, der den Indigenen ihre Mythen überliefert („Das hat mich so beeindruckt, dass ich zwanzig Jahre später einen Roman darüber geschrieben habe“). Wie er als Kind Geschichten, die ihm nicht gefielen, abänderte („Und bei denen, die mir gefallen haben, habe ich nach dem Schluss einfach weitergeschrieben“). Wie er von seinem Nobelpreis erfuhr („Ich war in New York, es war halb sechs Uhr morgens, plötzlich kommt meine Frau völlig sprachlos mit dem Telefon in der Hand ins Zimmer, und das Einzige, was ich durch das Rauschen der Leitung hören kann, ist ,Schwedische Akademie'). Von seinem Arbeitsrhythmus („Am kreativsten bin ich in der Früh“) und von seiner Berufung („Wäre ich wieder zwanzig, ich würde vieles besser machen. Aber ich würde sicher Schriftsteller werden“).
Am Schluss ist nicht nur Kevin beeindruckt. Zum ersehnten Händedruck kommt es nicht, dafür aber zu einem schnellen Autogramm. Schlampig zwar, kommentiert er grinsend. Aber immerhin.
Das hat Liesing noch nicht gesehen: Ein Literaturnobelpreisträger besucht ein Gymnasium und erzählt den SchülerInnen aus seinem Leben. Schon zum 10. Mal wurden heuer im Rahmen der Aktion Eine STADT. Ein BUCH. 100.000 Gratis Exemplare eines Buchs in Wien verteilt. Für die SchülerInnen des Gymnasiums in Alterlaa brachte diese Aktion etwas ganz Besonderes. Der Autor des heurigen Werks "Der Geschichtenerzähler", Mario Vargas Llosa, bescherte den SchülerInnen dabei eine außergewöhnliche Unterrichtsstunde.
Die Kooperation mit der VHS Liesing und mit den SpanischlehrerInnen der Schule ermöglichte es den Gymnasiasten, eine Stunde lang den Literaturnobelpreisträger nach einer kurzen Lesung alles zu fragen, was sie interessierte - und das alles natürlich in seiner Muttersprache Spanisch. Die SchülerInnen zeigten sich interessiert und begeistert und hätten gerne noch länger mit dem aus Peru stammenden Autor geplaudert. Aber auch Wien hat bei Vargas Llosa bleibenden Eindruck hinterlassen: Sein nächstes Buch will er in einem Wiener Kaffeehaus schreiben.
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