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Eingeleitet wurde diese Entwicklung durch den Lehrauftrag, den Dir. Dr. Dieter Braunstein viele Jahre an der Universität Wien hatte, und durch die ebenfalls langjährige und noch immer andauernde Tätigkeit von Mag.a Dr.in Charlotte Müller als Universitätslektorin.
Am 14. Jänner 2008 verlieh der Vizerektor Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Arthur Mettinger dem GRG 23 Alt Erlaa den Titel „Kooperationsschule der Universität Wien“. In einem sehr schönen Festakt wurde das offizielle Dekret im Senatssaal der Universität Wien Herrn Direktor Dr. Braunstein übergeben.
Außer dem Vizerektor waren noch Univ. Prof. Dr. Alois Ecker als Leiter des Fachdidaktikzentrums Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung, Landesschulinspektorin Mag.a Margit Auer als Vertreterin des Stadtschulrates, Dir. Dr. Michael Sörös für den DirektorInnenverband und Vertreterinnen und Vertreter der ausgezeichneten Schulen anwesend.
Insgesamt haben in ganz Wien nur dreizehn Schulen das Recht, sich „Kooperationsschule der Universität Wien“ zu nennen.
Bericht: Mag.a Dr. Charlotte Müller
geschlossen zwischen
der Universität Wien und dem Bundesgymnasium & Bundesrealgymnasium
23,
1230 Wien, Anton Baumgartner-Straße 123
Präambel
Die Universität Wien als größte Lehrerinnenbildungsanstalt in Österreich und der Stadtschulrat für Wien stimmen darin überein, die Qualität der Ausbildung und Fortbildung von Lehrerinnen an Höheren Schulen zu pflegen und weiterzuentwickeln. Die Universität Wien hat sich im Entwicklungsplan vom 1. Juli 2005 bzw. vom 28. April 2006 darüber hinaus dazu bekannt, insbesondere die Qualität der fachdidaktischen Ausbildung und Forschung durch die Einrichtung von Fachdidaktischen Zentren zu fördern. Für das Unterrichtsfach „Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung“ wurde ein solches Zentrum mit dem Studienjahr 2007/08 eingerichtet.
Zwischen der Studienprogrammleitung Geschichte bzw. ihrem formalen Vorgänger, der Studienkommission Geschichte, und dem Stadtschulrat für Wien besteht seit Anfang der 1980er Jahre die Übereinkunft, die fachdidaktische Ausbildung im Studienzweig „Geschichte und Sozialkunde“ bzw. ab Oktober 2002 im Unterrichtsfach „Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung“ in der Form zu unterstützen, dass GeschichtelehrerInnen an verschiedenen Wiener AHS und BHS die Möglichkeit gewährt wurde, als Betreuungslehrerinnen an der Universität Wien zu arbeiten und Studentengruppen aus den fachdidaktischen Seminaren zusätzliche Praxismöglichkeiten an ihren jeweiligen Schulen zu eröffnen.
Um den besonderen Willen zur Kooperation in der Lehrerinnenausbildung zu bekräftigen und den geänderten rechtlichen Strukturen zu entsprechen soll nun diese langjährige Kooperation formal durch die Einrichtung von „Kooperationsschulen der Universität Wien“ auf eine neue Basis gestellt werden.
Zwischen der Universität Wien, vertreten
durch das Vizerektorat für die die Entwicklung der Lehre und
Internationalisierung und dem GRG 23 wird dementsprechend folgende
Vereinbarung getroffen.
Vereinbarung
1. Dem Fachdidaktischen Zentrum für Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung, einer Subeinheit der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät, wird im Rahmen der fachdidaktischen Ausbildung im Unterrichtsfach „Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung” (in der Folge kurz „GSP“) nach jeweiliger Rücksprache mit der Direktion des GRG 23 die Möglichkeit eröffnet, eine Gruppe von Studierenden des Lehramts GSP an das GRG 23 zu entsenden, um dort schulpraktische Erfahrung zu sammeln: An der genannten Schule können pro Semester und pro Betreuungslehrer/in von den dazu beauftragten und ausgebildeten Betreuungslehrerinnen jeweils ein bis zwei Studentengruppen (pro Gruppe max. 4 Studentinnen) im Rahmen ihrer fachdidaktischen Ausbildung betreut werden. Die Studentinnen erhalten als schulfremde Personen Zugang zur Schule, können in Abstimmung mit dem/der Betreuungslehrer/in jeweils in einer Schulklasse insgesamt 4 Schulstunden selbst unterrichten und die Klasse vor ihrem Schulauftritt zumindest in 2 weiteren Stunden beobachten.
2. Die BetreuungslehrerInnen werden wie bisher von Seite der Universität Wien im Rahmen der Budgetierung durch die Studienprogrammleitung Geschichte als Lehrbeauftragte angestellt, wobei die Betreuungslehrerinnen im Rahmen eines Betreuungsteams der fachdidaktischen Kurse (z.B. Grundkurs Fachdidaktik, Projektkurs Fachdidaktik) als Lehrbeauftragte fungieren.
3. Zusätzlich können, nach Absprache mit der Direktion der Schule und den involvierten Klassenlehrern in definierten Schulstunden für „Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung“ (oder deren Nachfolgefächern) fachdidaktische Begleitforschungsprojekte durchgeführt werden.
4. Im Gegenzug kann die Schule dem Fachdidaktikzentrum GSP vorschlagen, für schulrelevante Fragestellungen aus dem Bereich GSP ein unterrichtsbezogenes Begleitforschungsprojekt durchzuführen und die Forschungsergebnisse der Schule zur Verfügung zu stellen. Die Durchführung eines derartigen Projektes ist von der Verfügbarkeit entsprechender finanzieller Mittel abhängig.
5. Die Schule erhält das Recht, sich als „Kooperationsschule der Universität Wien“ zu bezeichnen.
6. Mit der Durchführung der Kooperation wird das Fachdidaktikzentrum für Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung an der Universität Wien beauftragt. Das FDZ Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung wird dem Vizerektor für die Entwicklung der Lehre und Internationalisierung und dem Direktor des GRG 23 in regelmäßigen Abständen von 3 Jahren einen Bericht über die durchgeführten Ausbildungsmodule und die Arbeit des/der nominierten BetreuungslehrerInnen übermitteln.
7. Diese Vereinbarung kann von beiden Seiten jeweils zu Ende eines Schuljahres unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 5 Monaten gekündigt werden.
Wien, am 14. Jänner 2008
Ao.Univ.Prof. Dr. Arthur Mettinger
Für die Universität Wien
Dir. Mag. Dr. Dieter Braunstein
Für das GRG 23
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