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Rudolf Steiner: Reformpädagogik, soziale Reformen, Kultur und Kunst Die Anthroposophie Rudolf Steiners basiert auf der Anthropologie, einer Disziplin, die die Wechselwirkung von Mensch und Umwelt untersucht und interpretiert. Die Ursprünge der Anthroposophie, die sich vertiefend auch auf innere, psychische und seelische Vorgänge im Menschen konzentriert, reichen bis in die französische Revolution zurück, in ihrem umfassenden Anspruch an Freiheit in den Gedanken, Gleichheit vor dem Recht und Brüderlichkeit in wirtschaftlichen Belangen. Nach Rudolf Steiner versuchte auch Joseph Beuys Antworten auf Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens zu finden. Plastisches Gestalten bei Beuys konzentrierte sich zunehmend auf seelische und soziale Aspekte. Neben Steiner lieferten auch querdenkende Universalgenies wie Leonardo da Vinci und Goethe Ansätze für seinen „erweiterten“ Kunstbegriff. Beuys verstand seine Kunst als Vehikel, eine umfassendere Bildung zu fördern. 1974 schloss er sich mit dem Schriftsteller Heinrich Böll zusammen und gründete mit ihm die „Freie internationale Hochschule für Kreativität und interdisziplinäre Forschung“ in Düsseldorf. Kunst und Leben wurden gleichgesetzt, Aufnahmsprüfungen gab es keine, da jeder Mensch sein künstlerisches Potential entwickeln können sollte. Maria Peham Anthropologie
Reformpädagogik (Waldorf-Pädagogik) * Der sozialen Dreigliederung werden die Ideale der Französischen Revolution zugeordnet:
1. Freiheit dem Geistesleben; Die anthroposophische Betrachtung richtet sich auf:
1. Bildung und Kultur, Zusammenarbeit der
Menschen auf geistiger Ebene; Was ist das Denken? Fett lässt sich in seiner Konsistenz gut verformen einerseits, andererseits bewirkt es beim Betrachter Reaktionen. Beuys sah Fett als herausforderndes Material, das provoziert und Aufregung erzeugt, d.h. „schlafende“ kreative Zentren aktivieren kann. Eine einfache Fettecke brachte die Rezipienten zum „Kochen“, eine „nicht unsinnige“ Provokation, denn Beuys setzte bewusst Materialien ein, die er in „Sinnzusammenhängen“ erklären und nachweisen wollte. Dem instinkthaft Aktivistischen in der Ablehnung des Publikums (Chaos) setzt Beuys das verstandesmäßig Intellektuelle, den Versuch, die Provokation verständlich zu machen (Form) entgegen. Beuys versuchte – so wie Rudolf Steiner – Antworten auf fundamentale Fragen der Gesellschaftsordnung zu finden. Die Lösung lag für Beuys in der Möglichkeit des Menschen, zu denken. Joseph Beuys dachte „plastisch“, sein plastisches Gestalten betraf auch soziale und seelische Bereiche. Die Biene hatte für Joseph Beuys symbolische Bedeutung. Die uralte Kulturform, der Bienenstock, diente ihm als Beispiel und Modell für den perfekt funktionierenden Staat und Arbeitsteilung. Wachs und Honig wurden zu Materialien seiner Installationen und Performances. Miriam Hilbert |