Dr. Anita Kitzberger

ALTERNATIVES PFLICHTFACH ETHIK (OBERSTUFE)
PRAKTISCHE PHILOSOPHIE (UNTERSTUFE)

Der Schulversuch „Alternatives Pflichtfach Ethik“ (bereits seit 10 Jahren) hat sich als integrativer Bestandteil im Fächerkanon bewährt und erfreut sich hoher Akzeptanz von Seiten aller SchulpartnerInnen. Ethik wird in allen Oberstufenklassen bei konstanten Anmeldezahlen unterrichtet.

Ausgangspunkt für den Ethikunterricht ist die Lebenswelt der SchülerInnen, in der sie mit unterschiedlichen Sinnangeboten, Orientierungen und Lebensperspektiven konfrontiert sind. Die SchülerInnen sollen Sachkenntnisse über grundlegende Fragen menschlichen Lebens und Zusammenlebens erwerben und in der Reflexion ethischer Probleme diese in einem systematischen Zusammenhang behandeln.

In der Auseinandersetzung mit unterschiedlichen weltanschaulichen, kulturellen und religiösen Traditionen leistet der Ethikunterricht einen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung im individuellen Orientierungsprozess der SchülerInnen.

Er soll die Bereitschaft stärken, Verantwortung für das eigene Leben, für das Zusammenleben mit anderen in sozialen, ökonomischen, gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Verhältnissen zu übernehmen.

Im Schuljahr 2006/07 wurde im Sinne einer pädagogisch wertvollen Maßnahme der schulautonome Gegenstand „Praktische Philosophie“ für Kinder eingeführt. Die Akzeptanz für dieses Fach ist außerordentlich hoch und wurde als logische Konsequenz zum Ethikunterricht in der Oberstufe vor allem von Seiten der Eltern eingefordert.

Im Unterricht „Praktische Philosophie“ werden die Kinder ermutigt Fragen zu stellen, zu hinterfragen und so in ihrem Prozess des Entdeckens und selbständigen Denkens unterstützt.

Sie werden in ihrer persönlichen und sozialen Entwicklung gefördert und im Austausch mit anderen befähigt, gemeinsam Lösungen bzw. selbständig Antworten zu finden, und sollen lernen eigene Meinungen und Handlungen zu begründen.

In der Auseinandersetzung mit Pluralität und Meinungsvielfalt soll Toleranz geübt und gefördert sowie Konflikte gelöst und Konfliktlösungsstrategien eingeübt werden.

Grundlagenwissenschaften bei der Strukturierung der Lerninhalte sowie für die Durchführung des Unterrichtes sind Philosophie, Ethik, Anthropologie, Sozialwissenschaften und Religion.

Auf gesellschaftliche Veränderungen und Herausforderungen des 21. Jahrhunderts muss auch die Bildungspolitik reagieren. In absehbarer Zukunft werden dieser Entwicklung hoffentlich auch entsprechende schulpolitische Maßnahmen folgen.

Ziel ist die Einführung des Faches Ethik als integrativer Bestandteil in den Fächer- und Bildungskanon.

Die Ausbildung von LehrerInnen erfolgt bereits an der Universität Wien (Institut für Bildungswissenschaft/Philosophie) sowie an der Pädagogischen Hochschule.

Drin. Anita Kitzberger

 

"Atheismus - oder bewusste Gottlosigkeit?", Folge 4: Radiofeature von Ö1 (gesendet am 19. 07. 2007, 22:40 Uhr): Interviews mit Dir. Dr. Dieter Braunstein, Dr. Anita Kitzberger und SchülerInnen zu Inhalten des Ethik-Unterrichts am GRG23 Alterlaa > MP3 (6,64MB)

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