Arbeitswelten

Ein Projekt von Arbeiterkammer Wien und museum in progress, Mag. Rolf Laven und Mag. Claudio Martins. Ort: 17 Plakatstellwände (16-Bogenplakat) in der Prinz Eugenstraße 20-22 und 2 Plakatstellwände (16-Bogenplakat) in der Plösslgasse 13

"Einen Traumberuf auf ein riesiges Plakat malen..."

Konzept

Für das Kunstprojekt Arbeitswelten wurden Kinder im Alter zwischen 8 und 12 Jahren eingeladen zum Thema „Wenn ich einmal groß bin, dann werde ich ...“ ihre Berufswünsche in bildnerischen Arbeiten darzustellen. Gearbeitet wurde auf großformatigen Papieren, auf die vorerst die Silhouetten der Kinder in den für ihren Traumberuf charakteristischen und aussagekräftigen Posen aufgezeichnet werden, um sie anschließend mit entsprechender Binnenmalerei, -zeichnung und/oder -collage auszuarbeiten. Die Umrisslinien wurden von den Kindern in Zweierteams erstellt – ein Kind zeichnete die Silhouette des anderen – die Ausarbeitung erfolgte dann von jedem Kind selbst.


Workshops

Die ca. 3-stündigen Workshops, mit etwa jeweils 20 bis 25 TeilnehmerInnen, finden direkt an den Schulen statt. Das Material wird von den Workshopleitern zur Verfügung gestellt – teilweise kann unter Umständen auf die vorhandenen Materialien wie Malkästen, diverse Stifte usw. der TeilnehmerInnen zurückgegriffen werden. Die Workshops finden je nach Vereinbarung im Zeitraum vom 27.10.2003 bis 7.11.2003 statt.

 
"Zunächst musste ich mich auf das Plakat legen. Danach zeichnete meine Freundin meine Umrisse mit einem Bleistift nach."

Die Workshops am GRG23 Alterlaa wurden an zwei Tagen (24. und 27. Oktober 2003) für SchülerInnen der ersten und zweiten Klassen von Mag. Sinan Gültekin organisiert und von Mag. Rolf Laven betreut:

"Meine Klasse und ich haben bei einem Berufsprojekt teilgenommen. Der vortragende Künstler hieß Rolf Laven. Meine Freundin Sonja und ich zeichneten einen nicht weit verbreiteten Beruf, nämlich eine Handballerin. Dieses Bild vertritt unsere sportliche Ader, denn man benötigt nicht nur ein reges Gehirn, sondern auch einen trainierten Körper.
Im Festsaal waren Fingerfarben in einer Kiste vorbereitet. Wir bekamen einen großen Bogen Papier. Ich legte mich auf das Papier, meine Freundin zeichnete meine Umrisse ab. Als ich aufstand, holte ich schnell schwarze und hautfarbene Farbe, die ich auf einen flachen Deckel schüttete. Sonja teilte meinen Körper in mehrere Teile ein: Kopf, T-Shirt, Hose, Beine und Turnschuhe. Meine Turnschuhe malte ich hellblau, meine Freundin bemühte sich bei der Ausführung des Kopfes. Die Beine stellten sich als besonders schwierig heraus. Trotzdem schafften wir es.
Glücklich betrachteten wir unser Kunstwerk, bevor wir es aus dem Festsaal in den Keller zum Trocknen brachten. Nun hoffen wir, dass wir zur Schlussveranstaltung ins Theater Akzent eingeladen werden." (Daniela Wipp)

 
Ein Supermodel muss superdünn sein   Der Kapitän

"Am 24. Oktober gingen wir für die ersten beiden Stunden Bildnerische Erziehung in den Festsaal. Dort warteten schon die Kinder aus der 1A und ein Künstler namens Rolf Laven.
Wir sollten zu zweit oder zu dritt unseren Traumberuf auf ein großes Plakat zeichnen. Da Aniko, meiner Freundin und Partnerin, und mir kein Traumberuf einfiel, malten wir einen leichten Beruf. Wir sollten so zeichnen, dass sich ein Kind auf das Papier legte und das andere die Umrisse nachpauste. Aniko legte sich auf das Plakat.
Wir zeichneten eine Köchin, die eine Pfanne und einen Topflappen in Händen hielt. Wir malten ihr auch eine Schürze. Wir malten mit abwaschbaren Fingerfarben.
Aniko und mir hat unser Bild sehr gefallen. In der Pause sahen wir uns die Arbeiten der anderen Kinder an: Da gab es Popstars, einen Polizisten, eine prima Ballerina, ein Fotomodel und einen Matrosen." (Marion Spangl)

"Mein Freund Markus und ich malten einen Marathonläufer. Wir malten mit Fingerfarben. Mit der Zeit stellte sich heraus, dass es recht lustig war. Wir malten die Skizze von mir an und nach einer guten Stunde waren wir fertig. Sport ist echt cool, das ist mein Traumberuf!" (Christian Scheiblauer)

 
"Mit Fingerfarben malten wir unsere Bilder an..."   "Wir malten eine Sängerin. Das ist der Traumberuf von Melanie."

"Wir mussten einen zukünftigen Beruf malen. Das war nicht sehr einfach. Es war eine zweistündige Arbeit. Wir malten im Festsaal mit Farben. Ich habe mit Julian und Julius zusammen gearbeitet - auf eine lange Packpapierrolle. Ich glaube, der Astronaut ist uns wirklich gelungen." (Benjamin Unden)

"Freundlich begrüßte uns der Maler Rolf Laven, der für die Arbeiterkammer diese Malaktionen durchführte. Er erklärte uns, dass wir in kleinen Gruppen auf einem Plakat einen Beruf der Zukunft darstellen sollen.
Ich arbeitete mit Vali und Dominic zusammen. Vali legte sich auf das Blatt, Dominic und ich zeichneten die Umrisse von Vali auf unser Packpapier.
Wir beschlossen, einen Polizisten der Zukunft zu malen. Wir benützten Fingerfarben, die uns Herr Laven mitgebracht hatte. Unser Polizist war mit Schutzhelm und Uniform ausgestattet.
Wir sind sicher, dass es auch in der Zukunft Sicherheitsbeamte und Polizisten geben wird, allerdings haben wir keine Waffen gezeichnet. Vielleicht ist das nur eine Wunschvorstellung von 12jährigen Kindern." (Lukas Blaha)

"Letzten Freitag waren wir im Festsaal unserer Schule. Wir sollten Berufsbilder malen. Ich zeichnete mit meiner Freundin Esther. Sie wollte sich nicht auf das Packpapier legen, also tat ich das. Esther zeichnete mit einem Bleistift meine Konturen nach. Dann machten wir ein paar Verbesserungen und malten mit Fingerfarben das Bild bunt an.
Wir malten ein Supermodel. Supermodel zu sein ist gar nicht so einfach. Man muss superdünn sein und darf nicht viel essen. Gut aussehen muss man auch. Aber es macht Spaß, als Supermodel vor der Kamera zu posieren. Unser Supermodel hatte eine weiße Hose an, ein blaues Top und blonde Haare. Mir gefiel das Bild." (Cynthia Wollner)

 
Am GRG23 fanden 2 Workshops mit Kindern aus den ersten und zweiten Klassen statt. Der Künstler Rolf Laven betreute die Arbeiten.

"Ich arbeitete mit Melanie. Wir beschlossen, eine Sängerin zu zeichnen, denn das ist Melanies Traumberuf. Wir bemalten die Skizze mit wasserlöslichen Farben. Wir waren ganz stolz auf unsere Arbeit, die dann auch fotografiert wurde. Das Projekt hat mir gut gefallen." (Anna Steininger)

"Christian und ich malten einen Sportler. Christian legte sich auf das Blatt und ich zeichnete ihn ab. Die Farben wurden bald knapp, weil auch eine andere Klasse mitgemacht hatte. Wir mussten uns gegenseitig aushelfen, um die Bilder fertig zu bemalen. Wir haben den Beruf des Sportlers ausgewählt, weil dieser Beruf schön und lustig ist und man ihn schon in jungen Jahren ausüben kann." (Markus Bezucha)

"Wir malten einen Kapitän. Zuerst musste sich meine Freundin auf das Plakat legen und ich zeichnete ihre Umrisse nach. Dann holten wir Pinsel und Farbe und es ging los. Wir malten die Kapitänsmütze, das Leiberl, den Gürtel und die Schuhe. Stolz blickten wir auf das Bild. Wir schrieben unsere Namen dazu und waren dann fertig." (Dijana Jovanovic)

 
"Hier ist unser Astronaut fertig. Im Hintergrund haben wir die Erde gemalt..."   "Meine Freundin und ich haben den Beruf des Gärtners ausgesucht, weil wir sehr gerne im Freien sind und die Natur lieben..."

Der Abschluss-Workshop fand an der AK Wien bzw. in den Räumlichkeiten des Theater Akzent am 8.11.2003 in der Zeit von 13.00 bis 17.00 Uhr statt. Es wurden zwei aufeinanderfolgende Workshops abgehalten. Anschließend wählte eine Jury die Arbeiten für die Plakatwände aus. Die ausgewählten Arbeiten wurden fotografiert und für die Produktion aufbereitet.

Die Schülerinnen der 2A bei der Plakatausstellung vor der Arbeiterkammer Wien

Am 5. Dezember zur Präsentation der reproduzierten SchülerInnenarbeiten auf Plakatwänden vor dem Gebäude der Arbeiterkammer Wien waren auch die Klassen vom GRG23 Gymnasium Alterlaa eingeladen. Mit Krapfen und Kakao wurde die Eröffnung dieser Ausstellung gefeiert. Die Initiatoren und Betreuer des erfolgreichen Malprojekts waren ebenfalls anwesend und begrüßten die Kinder, die aus mehreren Wiener Schulen angereist waren.

GRG23 Startseite