Exkursion zur Gedenkstätte Mauthausen, 4EF

Am Donnerstag, dem 8. März 2018, fuhren wir, also die 4EF, nach Mauthausen zum ehemaligen Konzentrationslager bzw. zur heutigen Gedenkstätte.

Wir trafen uns alle um 7:15 (!) in der Erlaaer Schleife getroffen, wo auch schon der Bus auf uns wartete. Um ca. 7:30 fuhren wir los, nach etwas mehr als 1 1/2 Stunden Fahrt kamen wir dann in Mauthausen an. Dort teilten wir uns dann in die jeweiligen Klassen auf und warteten im Besucherzentrum auf unsere Guides.

Die Führung begann dann um zehn Uhr, zu Beginn bekamen wir gleich einmal einen Plan des gesamten Geländes, auf der einen Seite, wie es damals ausgesehen hatte, und auf der anderen, wie es heute aussieht.

Dann ein kurzer Gang zum Löschteich, der früher auch von den SS Leuten zum Schwimmen genutzt worden war. Die nächste Station war das ehemalige Fußballfeld, dort hatten sich früher noch normale Ligaspiele zugetragen, nach der Befreiung hatte man aber einen Friedhof daraus gemacht, welcher wiederum aus Platzgründen abgebaut worden war.

Danach weiter zum Steinbruch mit direktem Blick auf die Todesstiege, weiter dahinter konnte man Häuser sehen, was bedeutet, dass die dort lebenden Bewohner ebenso eine recht gute, wenn auch ungewollte Aussicht auf den Steinbruch und somit das KZ gehabt hatten. Während der Nazizeit hatte eine Frau eine Anzeige gegen das KZ-Mauthausen aufgegeben, welche aber von der Polizei nie weitergereicht worden war.

Dann gingen wir durch den Garten der Denkmäler und durch das Tor zum Sammelplatz, auf dem sich alle Neuankömmlinge im KZ an einer Wand (heute hängen dort Gedenktafeln in den verschiedensten Sprachen) hatten aufstellen müssen, wo ihnen alles genommen, schlussendlich sogar ihr Lebendwille gebrochen worden war. Mit Tritten und Schlägen hatte man sie so fertig gemacht, bis sie jeden Funken Hoffnung verloren hatten.

Weiter ging es dann mit der Wäschereibaracke, in welcher die Gefangenen geduscht, rasiert und eingekleidet worden waren – Sträflingsanzüge.

Anschließend besichtigten wir noch eine Schlafbaracke , in welcher sich meistens zwei Personen ein ca. 70 cm großes Bett geteilt hatten.

Zum Abschluss der Führung gingen wir noch durch den „Room of Names“, in welchem die Namen von über 80.000 dort getöteten Menschen stehen, von dort aus führt ein Weg weiter zur Gaskammer (kleiner verfliester Raum). Als die Führung dann beendet war, hatten wir noch 15 Minuten im Museum, um uns diverse Dinge anzusehen.

Dann kam auch schon der Bus, welcher um ca. 13:30 Uhr losfuhr, und brachte uns wieder nach Wien, wo wir um ungefähr 15 Uhr ankamen.

Im Großen und Ganzen war es ein sehr lehrreicher Tag, da wir wirklich viel sehen und hören konnten, auch wenn es teilweise sehr traurig war und vereinzelt sogar zu Tränen kam.

(Victoria Gründl, 4F)