Besuch an der Wirtschaftsuniversität Wien – 8C

Am 1.März 2018 machte es Frau Professor Schnitzer der 8C möglich, eine Lehrveranstaltung an der WU (Wirtschaftskommunikation III – Spanisch), die von Herrn Professor Schnitzer gehalten wurde, zu besuchen. Herr Professor Schnitzer leitet das Institut für Romanische Sprachen, das hauptsächlich Kurse für die Studienrichtung IBW (Internationale Betriebswirtschaftslehre) anbietet.

Den Studenten wurde der Auftrag gegeben, eine Präsentation über ein Exportprojekt eines typisch österreichischen Produkts, das in einem spanischsprachigen Land gute Erfolgschancen hätte, zu erarbeiten. Wir, die 8C, bekamen jeweils einen Beurteilungsbogen ausgehändigt, auf welchem sich einige Beurteilungskriterien befanden. Wir beurteilten die Originalität des gewählten Produktes, die Sprachbeherrschung, die PowerPoint-Präsentation, die Relevanz der Informationen, die Vorbereitung der Gruppe und das Verhalten während der im Anschluss an die Präsentation vorgesehenen Diskussion. Die ausgewählten Produkte waren: Stiegl-Bier, Wien Gin, Hanauer Torte, Most von Lenz Moser und Schokoladen von Zotter.

Nach den Präsentationen und Diskussionen, hielt Gernot Schlögl, ein österreichischer Unternehmer in Spanien, einen Vortrag in spanischer Sprache über seine eigenen Erfahrungen, welche er im Laufe seines Lebens in seinen beruflichen Tätigkeiten in Spanien und Lateinamerika gemacht hatte.

Für uns als Schulklasse war es eine tolle Erfahrung, an einer Spanisch-Lehrveranstaltung an der WU teilzunehmen, nicht zuletzt deshalb, weil auch unsere Spanischkenntnisse auf eine harte Probe gestellt wurden. Wenn wir auch nicht jedes Wort verstehen konnten, so haben wir die Kernaussagen jeder Präsentation verstanden und konnten so anschließend an den Diskussionen teilnehmen. Die Vorträge an diesem Vormittag haben uns weiter motiviert, unsere Spanischkenntnisse zu verbessern. Ich persönlich bin der Meinung, dass der Besuch an der WU für uns alle eine Bereicherung war und würde auch anderen Klassen wünschen, dass sie diese Möglichkeit bekommen.

(Raphaela Wenger, 8C)

Zum zweiten Mal konnte ich dieses Jahr eine Schülergruppe aus dem GRG 23 Anton Baumgartner-Straße an der WU willkommen heißen. Bei beiden Gelegenheiten konnte ich Aufgabenstellungen für meine Studenten (Präsentationen von Firmen oder – dieses Mal – Exportprojekte) mit Fachvorträgen verbinden. Auf diese Art sollen die Schüler einerseits einen Eindruck vom Ablauf einer Spanisch-Lehrveranstaltung erhalten, in der ich mich bemühe, sie soweit wie möglich einzubeziehen. Andererseits werden sie aber auch mit einer nicht fiktiv-simulierten Unterrichtssituation, sondern mit einem völlig realen, formellen Kommunikationsgeschehen in der Fremdsprache konfrontiert. Beides ist für sie naturgemäß ungewohnt, wie überhaupt die Tatsache jetzt „an der Uni“ am Geschehen aktiv beteiligt zu sein, wohl doch ein wenig aufregend ist. Ich glaube, es ist keine Einbildung, ein gewisses Knistern ist von Anfang an zu spüren. Dann kommt der Auftrag, die Studenten zu kritisieren und ihre Präsentationen zu bewerten – die Gesichter zeigen mir, dass es schwer sein muss, nicht bei der Sache zu sein.

Ich kann nicht wirklich beurteilen, in welchem Ausmaß die Präsentationen und Vorträge wirklich verstanden werden. Manches wird sprachlich zu schnell und zu komplex, viele wirtschaftliche Inhalte werden zu unbekannt sein. Die Hauptbotschaften aber kommen sicher an: Erstens: Was im Sprachunterricht in der Schule gelernt wird, ist nicht unnütz. Selbst wenn ich Wirtschaft studiere, werde ich es anwenden können. Zweitens: Was ich gelernt habe, ist gut genug, mehrere Stunden konzentrierter Kommunikation in der Fremdsprache würdevoll zu überstehen – vielleicht nicht sehr aktiv, aber durchaus ausreichend, um am Geschehen teilzunehmen. Drittens: Die Ansprüche, die nach der Matura auf mich warten, werden nicht geringer sein als vorher. Ich brauche aber auch keine Angst zu haben, denn sie sind zu bewältigen – bisweilen sogar in recht kurzweiligen Lehrveranstaltungen.