Schachturnier in Venedig 2017

CHIOGGIA – VENEDIG 2017

Die 18. Auflage des internationalen Städte-Schach-Vergleichskampfes Wien – Köln – Venedig – Novara ging dieses Jahr an Wien.

Die Abonnementsieger der letzten Jahre und die großen Favoriten aus Venedig mussten sich trotz der Überlegenheit im U-20 Bewerb geschlagen geben.

Hauptanteil am knappen Wiener Erfolg hatten die Maroltingergasse mit dem überlegenen Unterstufenteam und die Franklinstraße bzw. der Wiedner Gürtel bei den U-20.

Bericht Alterlaa

Städtepokal 2017 geht an Wien Kurzbesuch in Venedig Chioggia Sottomarina

Mit dem Nachtzug kamen wir, die gesamte Wiener Delegation, in Venedig Santa Lucia an. Der Tourismus war sichtlich schon gebremst und so kamen wir ohne übergroßes Gedränge rasch zur Rialtobrücke mit dem ersten Zwischenstopp und anschließend zum Besuch am Markusplatz und der Kathedrale San Marco. Die Sonne bahnte sich nach dunstigem Morgen den Weg und so hatten wir bestes Wetter um mit dem Linienboot 7 von San Marco aus Venedig fast zu umrunden und der Insel Murano einen Besuch abzustatten, den alle Teilnehmenden sehr genießen konnten. An der Friedhofsinsel San Michele vorbei kehrten wir zum Canale Grande zurück und stiegen nahe dem Bahnhof aus.

Mit dem Bus setzten wir am Abend unsere Reise nach Chioggia fort und kamen nach einer guten Stunde im Hotel Park Sottomarina an, wo wir das Quartier bezogen und das Abendessen zu uns nahmen. Direkt am Meer, leider nicht mit freiem Zugang zum Strand, empfing uns am Morgen dichter Nebel, der sich dann bis gegen Mittag lichtete.

Mit anderen Teams, die im selben Hotel ihr Quartier hatten (Arona/Novara und Köln) brachen wir zum mit Spannung erwarteten Turnier im Palazzo Sportivo di Chioggia auf. Die offizielle Eröffnung des Turniers erfolgte um 9.30, die Anspannung stieg, vor allem bei den SchülerInnen, die noch nie an diesem Turnier teilgenommen hatten. Partien gegen einen blinden Gegner und viele andere gegen sehr starke, ebenbürtige und vermeintliche schwächere Gegner folgten. Und da war schließlich die eigene Erfahrung manchmal gut, sehr gut und dann wieder fehleranfälliger zu spielen. Das war aber nichts Außergewöhnliches. Die Hartnäckigkeit und der Wille unbedingt auch zu punkten war bis zuletzt da und wurde auch von allen erfolgreich umgesetzt. Das Turnier war sehr gut organisiert, auch wenn beispielsweise eine 7. Runde durchaus gespielt werden hätte können ebenso wie die Auslosung der letzten Runde für die U-15 generell unglücklich verlaufen ist oder es das freitägliche Lunchpaket nicht für alle gab. Doch im Großen und Ganzen war das Turnier wieder eine sehr gute Erfahrung.

Die große Überraschung war bei der Siegerehrung der Gewinn des Wanderpokals für Wien. Für Alterlaa gab es eine Topleistung und sehr viele gute Vorstellungen. Hervorzuheben ist dabei für das U-20 Team die Leistung von Kevin Fang 6A, der in 6 Partien mit 3 Siegen, 2 Remis und 1 Niederlage hervorragende 4 Punkte auf Brett 2 schafften. Oli Yameogo 5C brachte es überhaupt gleich auf 100 % mit 3 aus 3 auf Brett 4. Von Beginn an war klar, dass Constantin Ciocirlan 6A auf Brett 1 keine Jausengegner haben würde und dennoch war er mit zwei Unentschieden enttäuscht. Noch einmal passiert ihm das nicht. Sehr solide auf Brett 3 war David Simoner 5B mit 3 Punkten. Die 0 aus 3 Parien von Jan Fischer 5B auf Brett 4 geben nicht seine Möglichkeiten wider.

Im U-15 Team konnten Matthias Reiter-Kocher 3C 3 ½  und Jan Schwiertz 3C mit 3 Punkten gut mithalten und sicherten damit Rang 18 von 26 Teams in der Gesamtwertung. Max Kniely 3C, Laura Malek 4D und Lisa Ritter 3E erspielten die restlichen 3 Punkte.

Im Anschluss an die Siegerehrung besuchten wir die Altstadt Chioggias, das mit den Kanälen, den vielen Fischerbooten, dem Hafen und den Kirchen manchmal als Klein-Venedig bezeichnet wird. Das gemeinsame Mittagessen in einer Pizzeria und die gemütliche Besichtigung der Stadt folgten ehe uns ein Bus zuerst zum Hotel brachte und wir dann nach Venedig zum Bahnhof zurückkehrten. Bei Nebel und mit Pianoklängen verabschiedeten wir uns von Venedig. Eine erfolgreiche Reise aus vielerlei Hinsicht mit vielen Erinnerungen fand mit der Ankunft im sonnigen, sonntäglichen Morgen in Wien ihr Ende.

U20-Team: Rang 12 von 18 Teams

1 Constantin Ciocirlang  6A     1 aus 6

2 Kevin Fang                 6A     4 aus 6

3 David Simoner            5B     3 aus 6

4 Fan Marius Fischer     5B     0 aus 3

5 Oli Yameogo              5C     3 aus 3

 

U15-Team: Rang 18 von 26 Teams

1 Jan Schwiertz              3C     3 aus 6

2 Mathias Reiter-Kocher 3C     3,5 aus 6

3 Max Kniely                 3C     1 aus 4

4 Laura Malek               4D     1 aus 4

5 Lisa Ritter                   3E     1 aus 4