Projekt BodyTec 3C (Nachtrag)

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BodyTec- ein Projekt der 3C (Bio-Prof. Mag. Edith Saukel) in Zusammenarbeit mit dem Open Science Lab und in Kooperation mit dem AKH-Wien und mit Firmen, die sich mit Prothetik befassen

Was ist BodyTec?

BodyTec bietet Kindern und Jugendlichen zwei Schuljahre lang die Möglichkeit, sich mit dem Thema Verbindung von Körper und Technik auseinanderzusetzen. Die jungen Leute vom Volksschul- bis zum Obertsufenalter arbeiten in diesem Projekt eng mit WissenschaftlerInnen und UnternehmensvertreterInnen zusammen (http://www.openscience.or.at/projekte/projekte-a-z/bodytec).

Das Projekt dauert von Juni 2016 bis Juli 2018. In dem Projekt gab es bis jetzt zwei Workshops und zwei Exkursionen.

1.Workshop:

Im 1. Workshop wurden uns die technischen Grundlagen für Prothetik vermittelt. Außerdem lernten wir, wie das Nervensystem in unserem Körper funktioniert. Wir haben das Nervensystem an Hand eines Modells eingezeichnet und die Funktion der Nervenbahnen mit einem Stille-Post-Spiel verdeutlicht.

  1. Workshop:

Im 2. Workshop wurden uns die ethischen Aspekte von Prothesen erklärt. Wir durften selbstständig Plakate mit Bildern zu Prothesen gestalten und danach ein kleines Referat zu diesen Bildern halten. Außerdem haben wir anhand der Bilder erfahren, dass es auch Tierprothesen und spezielle Prothesen für Sportler gibt. Man soll Menschen mit Prothesen nicht ausgrenzen sondern integrieren, denn man kann auch mit einer Prothese ein selbstbestimmtes Leben führen.

  1. Exkursion:

Am 8. April 2017 ging es für uns in das AKH Wien. Dort wurden wir in zwei Gruppen geteilt. Die eine Gruppe durfte anhand von Computerprogrammen die Steuerung von Prothesen mittels Abnahme der Nervensignale austesten. Durch eigenes Probieren anhand eines Spiels konnten wir herausfinden und nachvollziehen, wie lange es dauert, um mit einer Prothese klarzukommen.

Ebenso lernten wir verschiedene Ausführungen von Handmodellen kennen, die von einer echten menschlichen Hand kaum zu unterscheiden waren.

Die andere Gruppe ging in ein Labor, wo sie Kryoschnitte von Muskel- und Nervenzellen selbst anfertigen durften, die anschließend mikroskopiert wurden.

Des Weiteren konnten wir ein kleines Stück Obst mitnehmen, welches in flüssigem Stickstoff eingefroren wurde. Nach ca. zwei Stunden wurden die Gruppen getauscht.

Unsere Kryoschnitte durften wir mitnehmen.

  1. Exkursion:

Am 2. Mai 2017 gingen wir in das Orthopädiezentrum Döbling. Dort lernten wir ein achtjähriges Mädchen namens Josi und einen älteren Herrn namens Michael kennen. Josi verlor beide Beine und einen Arm bei einem Brandunfall in ihrem Haus. Sie wurde von einer Familie in Österreich adoptiert. Michael verlor seinen Arm bei einem Motorradunfall in Frankreich. Uns wurde gezeigt, wie der Alltag von Prothesenträgern aussieht und es wurde erwähnt, dass Prothesen um die 10000 bis 65000 Euro kosten, je nachdem, was eine Prothese „kann“ und „wie schön sie aussieht“. Wir waren dabei, als für Josi ein Gipsabdruck für eine neue Prothese durch Herrn Oppel abgenommen wurde und wie von ihm der Schaft modelliert wurde. Prothesen „funktionieren“ nur durch das Zusammenwirken von Nutzer und Techniker, daher muss auch Vertrauen zwischen Techniker und Patient herrschen. Dieses Vertrauen konnten wir zwischen Josi und Herrn Oppel deutlich spüren!

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Herr Oppel führte uns zum Abschluss durch seinen Betrieb, wo er uns verschiedene Materialien und Ausführungen von Prothesen zeigte. Wir erfuhren, dass es sogar  wasserfeste Modelle gibt, um damit auf Tauchgang gehen zu können.

Für die verschiedensten Anforderungen gibt es heute diverseste Prothesenmodelle!

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Verfasst von: Xuanxuan Ji, Christoph Petric, redigiert von Mag. Edith Saukel